AiD Presse-News – Angler Pro Dorsch 20202019-10-01T08:24:32+00:00

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PRESSE-NEWS

30.09.2019

Angler Pro Dorsch 2020
Laichschonzeit: Ja! verschärftes Baglimit: Nein!

AiD Angelportal - Presse News - Angler Pro Dorsch 2020

Der Dorsch braucht Hilfe. In der Ostsee ist der Bestand rückläufig. Die Europäische Union
berät im Oktober über Maßnahmen, die aus Sicht der Angler zum Teil nicht zielführend sind.

Die beiden großen Landesdachverbände an der Ostsee, der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern
e.V. (LAV MV und der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV SH) unterstützt vom
Bundesdachverband, dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV), fordern einen Eingriff, der dazu dient,
den Dorschbestand nachhaltig zu stabilisieren – ohne Angler und Angeltourismus übermäßig einzuschränken.

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Wir fordern:

Keine Verschärfung des Tagesfanglimits
Eine komplette Schonzeit in der Laichzeit Februar und März
Eine Erhöhung des Mindestschonmaßes

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Kein überzogenes Baglimit

Die Realität zeigt, dass bereits das 2016 eingeführte Baglimit von 5, 2019 von 7 Dorschen
bislang bei Angeltouren nahezu nicht ausgeschöpft werden kann. Zudem wird die
hochgerechnete Fangmenge, die dem Dorsch-Baglimit zugrunde liegen soll, nicht wie die
fischereiliche Quote, bei der man von „abfischen“ spricht, tatsächlich „abgeangelt“. Dies ist
nicht möglich, wird von Wetterverhältnissen, Zahl der Angler, die tatsächlich auf Dorsch
angeln und anderen Faktoren stark beeinflusst. Insofern bringt diese Reglementierung
keinen Gewinn. Ein Tagesfanglimit von nur 2 Fischen, wie es die EU Kommission den
Fischereiministern vorschlägt, erscheint als schmerzhafter Aktionismus, ausgetragen auf
dem Rücken derer, die wahrscheinlich die geringste Schuld an der Dorschkrise tragen. Daher
sprechen sich die Anglerrinnen und Angler klar gegen eine Absenkung des Tagesfanglimits
aus.

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Kein Dorschfang während der Laichzeit

Die Anglerverbände begründen die Einführung der Schonzeit für den Dorsch in
seiner Laichzeit Februar und März als sinnvolle Maßnahme zum Schutz des Fisches.
Ausnahmeregelungen sind nicht zielführend, denn die Schonzeit ermöglicht, dass die
Tiere in Ruhe laichen können, also nicht gestört oder gar gefangen werden.

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Höheres Mindestmaß zum Schutz

Das derzeitig aktuelle Fangmindestmaß von 35 cm sollte für die Angelfischerei heraufgesetzt
werden. Nur so können die Dorsche wenigstens einmal gelaicht haben, bevor sie angelandet
werden dürfen.

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Die Entscheidung steht bevor

Auf europäischer Ebene werden die Fischereiminister am 14. und 15. Oktober darüber
verhandeln, welche Maßnahmen künftig für den Dorsch gelten sollen. Unser Bundesverband
befindet sich bereits seit dem August mit Vertretern aus den zuständigen Bundesministerium
(BMEL) in einem regen Austausch, um unsere Argumente vorzutragen.

Wir appellieren an die Entscheidungsträger, die Stimmen der mehr als 82.000 organisierten
Angler in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nicht ungehört zu lassen.