AiD Presse-News – Gewässerschutz hochhalten – europaweit2019-05-13T10:27:02+00:00

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PRESSE-NEWS

08.05.2019

Gewässerschutz hochhalten – europaweit!

375.386 EU-Bürger
fordern
Festhalten am Europäischen Wasserrecht.

Ein Bündnis von 10 deutschen Umweltverbänden hat vor der Umweltministerkonferenz
in Hamburg unter dem Motto „Gewässerschutz hochhalten“ 375.386 Unterschriften
an Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth und den Hamburger Umweltstaatsrat
Michael Pollmann überreicht.

Die Unterzeichner fordern den Erhalt und die bessere Umsetzung der europäischen
Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Die WRRL verpflichtet die europäischen Mitgliedsstaaten
zum Schutz von Flüssen, Seen, Küstengewässern und des Grundwassers.

In einem sogenannten „Fitness Check“ überprüft die EU Kommission derzeit, ob sie noch
ihren Zweck erfüllt. Entscheidet die Kommission, dass die WRRL neu verhandelt werden
muss, droht einer Aufweichung des Gewässerschutzes.

AiD Angelportal Presse-News 2019 - Foto Gewässerschutz hochhalten - europaweit

In einem Bündnis haben 130 europäische Umwelt- und Naturschutzverbände in den
letzten Monaten für eine breite Beteiligung an einer öffentlichen EU-Konsultation
zur Bewertung des geltenden EU-Wasserrechts geworben.

Wir fordern das deutsche Umweltministerium auf, sich auf der Konferenz der Europäischen
Umweltminister am 21./22. Mai 2019 in Bukarest gegen die Änderung und für eine bessere
Umsetzung des europäischen Wasserrechts einzusetzen“, so das Bündnis der Umweltverbände
und weiter „Umweltministerin Schulze muss sich auf EU-Ebene deutlich gegen die Öffnung
und damit Aufweichung der WRRL einsetzen. Gewässerschutz ist Daseinsvorsorge und dafür
braucht es mehr Geld, mehr Personal und den politischen Willen, politikübergreifend zusammen
zu arbeiten und die praktische Umsetzung vor Ort angemessen durchzusetzten sowie auf Verstöße
etwa durch Industrie Landwirtschaft oder fehlende Durchgängigkeit zu reagieren“.

Insbesondere den Deutschen ist der Schutz der Gewässer wichtig.
Mit 167.302 abgegebenen Stimmen war Deutschland in der EU-weiten Bürgerbeteiligung.

Viele Gewässer in Deutschland sind in einem schlechten Zustand und die Politik investiert
nicht genug in ihre Verbesserung. Wer jetzt die Easserrahmenrichtlinie ändern will, der
spielt nicht nur mit dem Zustand unserer Gewässer – und der Ölosysteme, die davon abhängig
sind, sondern setzt unsere Lebensgrundlagen leichtfertig auf´s Spiel. Die Folgen wären
weitereichend und verheerend. Gemeinsam setzt sich die „Living Rivers Europe-Koalition“
deshalb dafür ein, unser Wasser von der Krankenstation zu holen und die Wasserrahmen-
richtlinie nach knapp 20 Jahren endlich konsequent umzusetzen.

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Kontakt und weitere Informationen:

Deutscher Angelfischerverband e.V.
Olaf Lindner – DAV-Öffentlichkeitsarbeit – Tel.: 030-97104379 – o.lindner@dafv.de

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund)
Laura von Vittorelli – BUND-Expertin für Gewässerpolitik – Tel.: 030-27586-532 – laura.vonvittorelli@bund.net
bzw.
Katrin Matthes – BUND-Pressereferentinn – Tel.: 030-27586-531 – presse@bund.net – www.bund.net

Anglerverband Niedersachsen e.V.
Florian Möllers – AVN-Öffentlichkeitsarbeit – f.moellers@av-nds.de – Tel.: 0170-9375789

Deutscher Naturschutzring (DNR)
Ilka Dege – Koordinatorin Bioversitätspolitik – Tel.: 030-6781775917 – ilka.dege@dnr.de

Forum Umwelt und Entwicklung
Marijana Todorovic – Koordinatorin AG Wasser – Tel.: 030-6781775907 – todorovic@forumue.de

Grüne Liga e.V.
Michael Bender – Leiter Bundeskontaktstelle Wasser – Tel.: 030-40393530 – wasser@grueneliga.de

NaturFreunde Deutschland
Joachim Nibbe – Fachbereichsleiter Naturschutz, Umwelt & Sanfter Tourismus – Tel.: 0160-97323357 – nibbe@naturfreunde.de

Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Julia Mußbach – Referentin für Gewässerpolitik – Tel: 030-284984-1629 – julia.mussbach@nabu.de

Umweltinstitut München e.V.
Jurek Vengels – Kampagnenplanung & Öffentlichkeitsarbeit – Vorstnad – Tel.: 089-307749-14 – jv@umweltinstitut.org

Umweltstiftung WWF
Beatrice Claus – Referentin Ästuare und Flusspolitik – Tel.: 0151-18854968 – beatrice.claus@wwf.de