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PRESSE-NEWS

16.04.2020

Glasaal
Ein Aufstieg wie lange nicht!

AiD Angelportal - Presse News - Angeln in der Ostsee 2020 - Rügendamm

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Zahlt sich die Konsequenz der Aalmanagementpläne nun aus?

2020 ist ein großartiges Jahr für die Glasaalwanderung. Solche Mengen an jungen Aalen haben
sie seit über 25 Jahren nicht mehr erlebt., berichten Fischer aus Großbritannien.

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Positive Nachrichten aus UK

Nicht nur im Delta des Severn, dem längsten Fluss im Vereinigten Königreichs, beobachten Fischer
und Forscher das eindruckvolle Naturschauspiel. Auch in Deutschland waren solche Aalaufstiege,
in vergangener Zeit nicht selten zu beobachten. Ob wir in Rhein, Ems, Weser oder Elbe bereits in
diesem Jahr etwas ähnliches verzeichnen können, bleibt abzuwarten.

Warum weiß Aal-Experte Florian Stein von der Sustainable Eel Group (SEG). „Es ist bedauerlich,
dass wir anscheinend das beste Glasaal Jahr seit langem erleben, aber die Datenlage möglicherweise
Lücken aufweisen wird, da in einigen europäischen Ländern seit mehreren Wochen wissenschaftliche
Feldbeobachtungen, aber auch kommerzielle Fischerei auf Grund von Covid 19 eingestellt wurde“,
so Stein.

Seit 2011 ist ein positiver Trend beim Glasaal-Aufkommen an den europäischen Küsten zu verzeichnen.
Nach dem mehr als drei Jahrzehnte andauernden Rückgang, ist nun ein positiver Anstieg zu erkennen,
der allen Grund zur Hoffnung gibt.

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Das Glasaal-Aufkommen steigt seit 2011 wieder moderat an.

Glasaale kommen in Europa im Oktober / November zuerst an den portugiesischen und spanischen
Küsten an, später dann in Frankreich, Irland und England. An der Nordseeküste und im Kattegat
findet man  sie von Februar bis März, in der Ostsee noch später.

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Aalmanagement-Pläne nicht verfrüht wieder aufgeben

Laut Sustainable Eel Group ist die momentan zu beobachtende Spitzenwanderung in Großbritannien
vermutlich durch optimale Umweltbedingungen begünstigt. Die Glasaal-Einwanderung wird stimuliert
durch die Gezeiten, Wassertemperatur und regenbedingte Abflussmengen. „Gut, dass sich Angler und
Fischer dafür eingesetzt haben, die Aalmanagement-Pläne nicht verfrüht wieder aufzugeben. Sollte es
einen kausalen Zusammenhang mit den EU-Aalmanagement Plänen geben, werden wir den in den
nächsten Jahren weiter beobachten“, sagt Geschäftsführer des DAFV, Alexander Seggelke.

Wie der DAFV berichtete fand am 10. März 2020 in Potsdam der 2. Aalworkshop statt. Ziele des
Aalworkshops sind neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vorzustellen und das Zusammenwirken
aller Aalakteure in Deutschland zu befördern.

Ob es sich bei dem Rekordjahr 2020 um die direkten Auswirkungen der Aalmanagementpläne oder
um eine Laune der Natur handelt, werden wir genauer in den kommenden Jahren sagen können.
Eine sehr erfreuliche Entwicklung ist es zweifelsohne.