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DAFV
Deutscher Angelfischerverband e.V.

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Castingsport

Habt Ihr auch Interesse am Castingsport?
Hier findet Ihr Informationen über die Geschichte, Entwicklung und ganz besonders,
die einzelnen Casting Disziplinen ausführlich beschrieben.
Für weitere detaillierte Informationen wendet Euch bitte an die DAFV Geschäftsstelle.

Das AiD Team bedankt sich nochmals recht herzlich beim Bundestrainer und DAFV
Castingreferenten Herrn Kurt Klamet, dass wir die Texte in unserem AiD Angelportal
veröffentlichen dürfen.

Foto AiD Angelportal Rubrikseite DAFV Castingsport Disziplinen

________________________________________________________ Castingsport – was ist das? ________________________________________________________

Das Wort „Casting“ kommt aus dem Englischen und heisst übersetzt „das Werfen“.
Casting ist der Wurfsport der Sportfischer – sportliche Wurfübungen mit speziellen
Angelruten bei Ziel- und Weitwürfen. Diese Sportart wird wettkampfmäßig in
Turnierform ausgetragen. Casting-Turniere finden auf dem Rasen von Sportplätzen
statt.
…………………………

So wie sich der Schiesssport unter anderem aus der Jagd entwickelt hat, liegen die
Wurzeln des Castingsportes in der Sportfischerei. Hierbei geht es nicht ium das Fangen
von Fischen, sondern um genaues oder weites Werfen von künstlichen Fliegen oder
Gewichten mit Angelruten.
…………………………

Bei Wettkämpfen, die auf Rasenplätzen durchgeführt werden, müssen Castingsportler
viele Wurftechniken aus der Praxis der Sportfischerei demonstrieren. In 6 Disziplinen
wird mit tropfenförmigen Kunststoffgewichten von 7,5 und 18 Gramm, sowie in 3
Disziplinen mit künstlichen Fliegen aus Stahldraht und Feederhecheln, jeweils auf
Zieleund Weite geworfen.
…………………………

Der Begriff „Castingsport“ bezeichnet also den Wurfsport der Sportfischer. In der
Bundesrepublik Deutschland gibt es ca. 650.000 im DAFV Deutscher Angelfischerverband e.V.
organisierte Angler, von denen die Anhänger des Castingsportes ihren Wurfsport in
Sportgruppen innerhalb der Angelvereine ausüben. Da der Castingsport als Leistungssport
anerkannt ist, zählt der Verband Deutscher Sportfischer als Fachverband zu den ordentlichen
Mitgliedern im Deutschen Sportbund.

____________________________________________ Geschichte und Entwicklung des Castingsportes ____________________________________________

Der Castingsport, früher „Turnierwurfsport“, hat eine lange Tradition. Bereits 1923 wurde
in Berlin das erste „Deutsche Wurfturnier“ ausgetragen. Dies waren allerdings erst die Anfänge
dieser Sportart in Deutschland, die mittlerweile schon über 150 Jahre alt ist.

So soll bereits 1864 im Staat New York, das erste offizielle Casting-Turnier stattgefunden haben.
Sechszehn Jahre bevor man über einen gleichartigen Wettkampf in London zu berichten wußte.

Hatten die amerikanischen und skandinavischen Castingsportler bis Ende der 50er Jahre die
Leistungsentwicklung bestimmt, so beherrschten deutsche Sportler aus Ost und West in der
Folge das Geschehen.

Seit 1970 steht die Bundesrepublik Deutschland an der Spitze der Nationen, die Castingsport
betreiben. Sie konnte bei vielen Weltmeisterschaften und Europameisterschaften, die
Einzelsiege und Mannschaftsiege stellen.

Heute werden Welt- und Europameisterschaften jährlich im Wechsel ausgetragen, wobei
insgesamt neun Einzeldisziplinen zur Austragung gelangen. Die internationalen Wettkampf
bestimmungen ICW, regeln die sportlichen Wettkämpfe.

Darüber hinaus, werden Wettkämpfe bei den alle vier Jahre stattfindenden Word Games,
den Weltspielen der nichtolympischen Sportarten, durchgeführt.

Casting Disziplinen

Foto DAFV Casting Disziplin 1 - Fliege Ziel

DISZIPLIN
1

Fliege Ziel

Von dem 0,5m hohen Podest, wirft der Sportler mit einer bis zu 3 m langen Fliegenrute, einhändig auf 5, in einer Entfernung von 8 bis 13 m stehende Wasserschale von 60 cm Durchmesser. Dabei müssen insgesamt 20 Würfe in zwei Wurfarten absolviert werden. Für Treffer mit der Fliege, gibt es 5 Punkte.

Foto DAFV Casting Disziplin 2 - Fliege Weit - Einhand

DISZIPLIN
2

Fliege Weit – Einhand

Es wird wieder von einem Podest aus mit einer bis zu 3 m langen Einhand-Fliegenrute, dieses Mal jedoch auf Weite geworfen. An der Fliegenschnur, die mindestens 15 m lang und maximal 38 g schwer ist, ist ein Vorfach befestigt, dazu eine Turnierfliege. Der Aktive hat 6 Minuten Zeit, beliebig viele Würfe in einem Wurfsektor zu absolvieren, die beiden besten Würfe werden gewertet.

Foto DAFV Casting Disziplin 3 - Gewicht Präzision

DISZIPLIN
3

Gewicht Präzision

Mit einer mindestens 1,37 m langen Einhandrute, einer Stationärrolle und einem 7,5 g Kunststoffgewicht, hat man jeweils 2 Würfe von 5 m Viertelkreis angeordneten Startplätzen. Es wird auf eine Tuchscheibe, nach vorgegebenen Wurfarten, bei Entfernungen von: 10 m Pendelwurf, 12 m Seitenwurf rechts,
18 m Überkopfwurf, 14 m Seitenwurf links, 16 m beliebiger Wurf, geworfen.
Die Tuchscheibe hat einen Zielkern von 75 cm Durchmesser, dem im Abstand weitere Zielringe folgen. Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden.

Foto DAFV Casting Disziplin 4 - Gewicht Präzision

DISZIPLIN
4

Gewicht Präzision

Es wird mit dem gleichen Gerät wie in Disziplin 3, auf vier geneigte gelbe Scheiben von 75 cm Durchmesser, in einer Entfernung von 10 bis 18 m, in
2 Durchgängen je 2 mal, insgesamt also 20 mal, geworfen. Je Treffer gibt es
5 Punkte.

Foto DAFV Casting Disziplin 5 - Gewicht Weit - Präzision

DISZIPLIN
5

Gewicht Weit – Präzision

Mit einer maximal 2,5 m langen Einhandrute mit Stationärrolle und einer monofilen Schnur von mindestens 0,18 mm Durchmesser, wird mit dem
7,5 g Kunststoffgewicht in einem bestimmten Wurfsektor auf Weite geworfen. Jeder Werfer hat 3 Versuche.

Foto DAFV Casting Disziplin 6 - Fliege Weit - Zweihand

DISZIPLIN
6

Fliege Weit – Zweihand

Von einem Podest aus, wirft der Caster mit einer bis 5,20 m langen
sogenannten Lachsrute beidhändig auf Weite. Es wird dabei eine mindestens
15 m lange, bis 120 g schwere Fliegenschnur verwendet. Innerhalb von 7 Minuten können beliebig viele Würfe absolviert werden. Die beiden besten Würfe werden gewertet.

Foto DAFV Casting Disziplin 7 - Gewicht Weit - Zweihand

DISZIPLIN
7

Gewicht Weit – Zweihand

Eine beliebige Rute ist mit einer Stationärrolle versehen. Die Schnur mit einem Durchmesser von mindestens 0,25 mm, endet in einer Schlagschnur mit einem Mindestdurchmesser von 0,35 mm und einem 18 g Kunststoffgewicht. Jeder Werfer hat 3 Versuche, wobei der weiteste Wurf gewertet wird.

Foto DAFV Casting Disziplin 8 - Multi Ziel

DISZIPLIN
8

Multi Ziel

Auch hier wird mit einem 18 g Kunststoffgewicht, einer beliebigen Einhandrute mit Multirolle auf Zielscheiben, wie in Disziplin 4, in einer Entfernung zwischen 12 und 20 m geworfen.

Foto DAFV Casting Disziplin 9 - Multi Ziel - Zweihand

DISZIPLIN
9

Multi Weit – Zweihand

Mit einer beliebigen Rute und einer Multirolle, die Schnur muss mindestens
0,25 mm Durchmesser sein, versucht der Caster, das 18 g Kunststoffgewicht
in 3 Durchgängen möglichst weit zu werfen.