Fischlexikon – Aland 2018-01-28T15:01:19+00:00
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Fischlexikon Fischart Aland
ALAND

Hier findet Ihr detaillierte Angaben über die Fischart:
Trivialnamen, Sytematik, Beschreibung, Flossenformel, Lebensraum, Nahrung, Alter/Grösse,
Laichzeit, Sonstiges.

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Fischart
Aland
lateinisch: Leuciscus idus, englisch: Geese, französisch: Ide

Trivialnamen
Nerfling, Orfe, Ide, Jeese

Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Leuciscinae
Gattung: Leuciscus
Art: Aland

Beschreibung
Der Aland ist von seiner Körperform gestreckt, leicht hochrückig und seitlich abgeflacht. Die Mundspalte ist eng, etwas schräg nach oben gerichtet und ziert einen kleinen Kopf mit gelben Augen. Die Rückenflossen besitzen 11-12 und die Afterflossen, welche zudem am Rand eingebuchtet sind, 12-14 Strahlen. Die Flossen sind bis auf die Rücken- und Schwanzflosse, die graublau sind, rötlich gefärbt. Die Schwanzflosse ist tief eingeschnitten. Entlang der Seitenlinie weist der Aland 55-61 kleine Schuppen auf. Das unterscheidet ihn von dem Rotauge und vom Döbel, die 42 bis 46 Schuppen haben. Eine grün- bis schwarzgelbe Färbung am Rücken und ein weißlicher Bauch sind zudem seine Kennzeichen. Seine Flanken glänzen silbern und sind deutlich heller als der Rücken.

Flossenformel
D 11-12, A 12-14

Lebensraum
Der Aland kommt in Europa westlich bis zum Rhein, sowie nördlich der Alpen vor. Seine natürlichen Verbreitungsgrenzen liegen im Norden etwa am Polarkreis und reichen im Osten weit nach Sibirien hinein. Bei den Vorkommen in Grossbritanien und Frankreich, handelt es sich um Besatz. Er kommt dort nicht natürlich vor. Fließende Bereiche der Barben- und Brachsenregion, ist aber auch in manchen Seen heimisch. Im Ostseeraum wird diese Art auch im Brackwasser und sogar direkt in den Küstengewässern angetroffen. Der Aland ist von allen Weißfischen am wenigsten empfindlich gegen Salzwasser. Er lebt gesellig in kleinen Schwärmen. Der Aland fand früher in allen Barben- und Brachsenregionen in Nordrhein-Westfalen, so zum Beispiel in den betreffenden Fliessgewässerabschnitten in Weser, Ems, Lippe, Ruhr und Rhein. In der Eifel und im Sauer-, Sieger- und Bergischen Land, wurde er bisher nicht nachgewiesen. Der Aland findet sich heute vorwiegend in den Brassenregionen von Rhein, Ems und Weser.

Nahrung
Die Aland ernährt sich vorwiegend von kleinen Wirbellosen  (Würmer, Flohkrebse, Insektenlarven, Weichtiere). Größere Exemplare fressen auch Fischbrut und Jungfische. Im Brackwasser lebende Exemplare oft auch von Muscheln und Krebstieren.

Alter / Grösse
Der Aland wird etwa 12 bis 15 Jahre alt. Im Durchschnitt wird er 30 bis 40 cm groß, aber auch bis zu 80 cm sind möglich und kann bis zu 8 kg schwer werden.

Laichzeit
Zur Laichzeit (April – Juni) sammeln sich die geschlechtsreifen Fische, um in großen Schwärmen kurze Strecken flußaufwärts zu ihren Laichgründen zu wandern. An sandig-kiesigen Flachwasserstellen am Ufer, werden unter heftigen Paarungsspielen die Eier (40.000 bis 115.000 je Weibchen) abgelegt und besamt. Die klebrigen Eier sinken zu Boden und haften am Substrat. Die Eier weisen dabei eine Größe von 1,2 bis 1,5 mm auf. Diese werden von den Männchen besmat und einige Tage später wandern die Eltern wieder flussabwärts. Die nach 2 bis 3 Wochen schlüpfenden Jungfische verlassen nach einigen Wochen ebenfalls die Laichgründe, um in ruhigeren Flussbereichen aufzuwachsen. Der Aland wächst langsam. Nach 3 Jahren erreicht er eine Länge von 18 bis 20 cm. Geschlechtsreif wird er mit ca. 5 Jahren.

Sonstiges
Nach der Laichzeit, während der Aaland nicht in seinen angestammten Gewässern ist, stehen die Alande häufig nahe der Wasseroberfläche und nah am Ufer. Sie suchen dabei Unterstände wie überhängende Büsche und Bäume, Brückenpfeiler oder Stege auf. Zum Herbst ziehen Alande mehr in das Mittelwasser und Grundnähe. Jetzt gehen Sie auch teilweise auf eine räuberische Lebensweise über. Zum Anfang des Jahres, unmittelbar vor der Laichzeit, stehen die Alande in Gruppen in tiefen Gumpen.

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