Fischlexikon – Brassen 2018-01-28T15:01:19+00:00
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Fischlexikon Fischart Brassen
BRASSEN

Hier findet Ihr detaillierte Angaben über diese Fischart:
Trivialnamen, Sytematik, Beschreibung, Flossenformel, Lebensraum, Nahrung, Alter/Grösse,
Laichzeit, Sonstiges.

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Fischart
Brassen
lateinisch: Abramis brama

Trivialnamen
Brachsen, Blei

Systematik
Unterordnung: Karpfenähnliche
Familie: Weißfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Leucisinae

Beschreibung
Der Brassen gehört in der Unterordnung Karpfenähnliche zur weltweit mit etwa 1500 Arten verbreiteten Familie der Weissfische. Kennzeichnend für die Familie sin in Reihen angeordnete Schlundzähne mit Kauplatten, eine gekammerte Schwimmblase, sowie stark vorstülpbares Maul. Weiterhin kennzeichnend sind meist stachellose Flossen und Barteln, sowie eine weiße, fettarme Muskulatur. Der Brassen hat einen ausgeprägt hohen Rücken und flache Seiten, sowie ein unterständiges Maul. Die typische Form eines Grundfisches. Die Augen sind relativ klein, aber mit vielen Stäbchen ausgestattet, so daß die Sehstärke für die tag- und nachtaktive Brasse auch für die Lichtverhältnisse am Gewässergrung ausgelegt ist. Die Körperfarben sind gold oder silbrig schimmernd, die Flossen sind dunkel schmutziggrau. Die Brustflossen gehen bis zum Ansatz der Bauchflossen und die Afterflosse ist extrem langgezogen. Jungtiere haben am Anfang noch eine eher silberfarbene Färbung, wobei die älteren Brassen dann die bekannte hellgraue Flanke und den bronze / oliv farbenen Rücken haben. Die Flossen der Brasse sind ziemlich dunkel meist schon fast schwarz.

Lebensraum
Der Brassen ist vom Kaspischen Meer und Ural bis Westfrankreich, Irland und Skandinavien verbreitet. Bis auf ein paar kleine Gebiete ist er überall dort vertreten (Nordschottland, Nordskandinavien, West- und Südbalkan). Der Brassen ist ein Standfisch welcher sich gern in großen, stehenden und langsam fließenden Gewässern mit weichgründigem und schlammigem Boden aufhält. Diese Region nennt sich Brassenregion. Die Jungfische gehen vorwiegend in Ufernähe auf Nahrungssuche. Meist halten sich die älteren Brassen tagsüber schwarmweise in größeren Tiefen auf und kommen erst nachts in flache Wasserbereiche.

Nahrung
Der Brassen durchpflügt mit dem Rüsselmaul den Gewässergrund. Durch das vorstülpbare Maul ist eine Aufnahme von Sediment und Nahrung vom Grunde erleichtert. Dabei wird das Sediment eingesogen und über die Kiemenreusen die Nahrung abgetrennt. Die Bezahnung ist im Kieferbereich reduziert. Es existieren Schlundzähne an den Kiemenbogenelementen, die ein Zermahlen der Nahrung gestatten. Sie besteht aus Röhrenwürmern, Mollusken, Insektenlarven und Crustaceen des Schlickgrundes, sowie Plankton.

Alter / Grösse
Die Lebenserwartung bei Brassen liegt bei ca. 15 bis 20 Jahren. Im Durchschnitt werden Brassen um die 30 cm. Es sind aber auch Längen bis 85 cm und Gewichte bis 8 kg möglich.

Laichzeit
Die Laichzeit ist je nach Wassertemperatur (ideal ca. 15° C) und Nahrungssituation von Mai bis Juni. Bei ungünstigen Nahrungsverhältnissen kann auch in einem Jahr das Laichen unterbleiben. Der gesamte Laich (200.000 bis 300.000 Eier) wird auf einmal, nachts im seichten Wasser zwischen Wasserpflanzen abgesetzt. Dabei bilden die Brassen Laichschwärme. Die ca. 1,5 mm großen Eier bleiben zunächst an Wasserpflanzen kleben. Nach 3 bis 13 Tagen schlüpft der Jungfisch. Je nach Lebensbedingungen wird die Brasse ab dem 3 bis 4 Lebensjahr geschlechtsreif. Während der Laichzeit entwickeln die Männchen einen ziemlich grobkörnigen Laichausschlag, welcher sich auch fühlen lässt.

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