Fischlexikon – Karpfen2018-01-28T15:01:18+00:00
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Fischlexikon

Fischlexikon Fischart KarpfenKARPFEN

Hier findet Ihr detaillierte Angaben über diese Fischart:
Trivialnamen, Sytematik, Beschreibung, Flossenformel, Lebensraum, Nahrung, Alter/Grösse,
Laichzeit, Sonstiges.

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Fischart
Karpfen
lateinisch: Cyprinus carpio

Beschreibung
Der Karpfen hat einen hochrückigen, mässig abgeflachten Körper, er wirkt ein wenig „buckelig“. Sein Rücken ist un der Regel braun-oliv und wird zum Bauch hin heller bis gelbweiß. Karpfen lassen sich in vier Unterarten aufteilen: Außer diesen Arten gibt es noch den weissen Amur, den Silberkarpfen und den Marmorkarpfen., die aber keine echte Karpfen sondern Grasfische sind. Der Karpfen ist der Namensgeber einer ganzen Gruppe von Fischen, den sogenannten Cypriiden. Der Karpfen hat eine lange Rückenflosse, deren ersten Strahl ein grosser Hartstrahl mit gesägten Hinterrand ist. Ein zweiter Hartstrahl befindet sich an der Afterflosse. Brust- Bauch-, After- und Schwanzflosse sind kräftig und stark ausgeprägt. Das Maul des Karpfen ist endständig, unbezahnt, vorstülpbar und mit zwei Barteln an der Oberlippe und zwei in den Maulwinkeln versehen.

Flossenformel
D 3-4 / 16-21, A 3 / 5
Schuppen: 5-6 / 33, 40 / 5-6
Kiemenreusenzähne: 15-29
Schlundknochen: 1.1.3-3.1.1

Lebensraum
Die Wildform des Karpfens (Schuppenkarpfen – cyprinus carpio carpio) war ursprünglich nur in den Flusssystemen des Schwarzen und Kaspischen Meeres beheimatet. Der Karpfen wurde schon im Altertum vom  Menschen weiter verbreitet und ist heute in ganz Europa, mit Ausnahme Skandinaviens, zu finden. Der Karpfen bevorzugt warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Pflanzenbewuchs und weichem Bodengrund. Er ist relativ unempfindlich gegenüber Schwankungen des ph-Wertes und des Sauerstoffgehaltes. Tagsüber ist er scheu und hält sich meist in tieferen Gewässerbereichen oder in Verstecken auf, um erst bei Einbruch der Dämmerung aktiv zu werden. Karpfen sind Schwarmfische, die den Winter an den tiefsten Stellen überdauern und in dieser Zeit keine Nahrung aufnehmen.

Nahrung
Als Nahrung dienen vorwiegend Bodentiere (Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse, Insektenlarven), die durch Vorstülpen des Maules aufgenommen werden.

Alter / Grösse
Unter guten Bedingungen kann der Karpfen bis zu 50 Jahre alt werden. Die mittleren Grössen liegen bei 35 bis 50 cm mit 2 bis 3 kg Gewicht, Längen von 120 cm und Gewichte über 30 kg sind möglich.

Laichzeit
Die Laichzeit des Karpfens fällt in die Zeit von Mai bis Juli bei Wassertemperaturen von 15 bis 20° C. Die ca. 1 bis 1,5 mm grossen Eier (100.000 bis 250.000 / kg Körpergewicht) werden in flachen Uferbereichen unter heftigen Laichspielen an Wasserpflanzen angeklebt. Er erreicht seine Geschlechtsreife mit 3 bis 5 Jahren. Bei 15° C entwickelt sich der Laich etwa in 5 Tagen, bei 20° C in nur 3 Tagen. Die Larven sind an die 5mm lang und kleben in der ersten Zeit, bis sie den Dottersack aufgebraucht haben, an den Pflanzen. Sie ernähren sich von Kleinplankton und stellen sich rasch auf Bodenorganismen um. Eine andere wichtige Nahrungsquelle sind auch Pflanzen und ihre Samen.

Sonstiges
Die Stammform des Karpfens hat einen kräftigen, walzenförmigen Körper und eine lange Rückenflosse, während die Afterflosse kurz ist. Um das Maul stehen vier fleischige Bartfäden. Kreuzungen zwischen Karpfen und Karausche haben meist nur zwei Barteln. Seitlich ist er goldgelb bis braun, auf dem Rücken dunkler, am Bauch weissgelb. Paarige Flossen und Schwanzflosse sind gewöhnlich rötlich, die Rückenflosse ist graublau. Der Wildkarpfen wächst wesentlich langsamer als seine Kulturformen, doch hängt das ebenfalls von der Temperatur und der Länge der Vegetationsperiode ab. Unter mitteleuropäischen Bedingungen erreicht er im vierten Lebensjahr etwa 35 cm Länge und ein Gewicht von einem Kilo. Mit 15 Jahren wird er 60 cm lang und wiegt 4 kg.

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